Dr. Karl A. Lamers MdB spricht zum Tag der Heimat
Der CDU-Bundestagsabgeordnete des Wahlkreises Heidelberg/Weinheim Dr. Karl A. Lamers hielt am 10. September 2006 die Festrede zum Tag der Heimat. Geladen hatte der Bund der Vertriebenen zu diesem Gedenktag in das Prinz-Carl-Palais in Heidelberg. Viele waren dieser Einladung gefolgt, um der alten Heimat im Osten zu gedenken und die Erinnerung an sie wach zu halten.
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| Dr. Karl A. Lamers MdB beim Tag der Heimat |
Dr. Lamers erklärte, dass er, seit er politisch tätig sei, sich den Heimatvertriebenen immer sehr verbunden gefühlt habe. Heimat sei wichtig, Heimat sei Menschenrecht, führte Dr. Lamers aus: „Denn wer keine Heimat hat, kann sich in unserer globalisierten Welt nicht zurecht finden“, so Dr. Lamers. Wer Heimat verstehen wolle, müsse aber auch von Flucht und Vertreibung wissen, betonte Dr. Lamers.
Wer Vertreibung und „ethnische Säuberung“ als Mittel künftiger Politik ächten wolle, der müsse dafür sorgen, dass die Themen Flucht und Vertreibung als zentraler Punkt offen angesprochen würden. Ausdrücklich sprach er sich dafür aus, dass die junge Generation sich mit dem Thema Flucht und Vertreibung auseinandersetze und dies im Schulunterricht behandelt werde, so wie dies in Baden-Württemberg geschehe. Flucht und Vertreibung sei kein historisches und überwundenes Problem; so seien leider gerade in unserer Zeit Millionen Menschen von Flucht und Vertreibung betroffen.
Der diesjährige Tag der Heimat stand unter dem Motto: „Menschenrechte achten – Vertreibung ächten“. Mit der Ausstellung „Erzwungene Wege“, die vom „Zentrum gegen Vertreibung“ am 10. August eröffnet worden sei, richteten die Initiatoren den Blick auf die vielfältigen Vertreibungen in Europa und seinen Grenzgebieten im 20. Jahrhundert, führte Dr. Lamers aus. Er nannte diese Ausstellung einen Ort des Nachdenkens, der Erinnerung und der Mahnung. „Nur in der rückhaltlosen, offenen Auseinandersetzung mit der gemeinsamen Vergangenheit kann eine bessere Zukunft gestaltet werden“, betonte Lamers.
Die Heimatvertriebenen hätten seit 1945 neben die Erinnerung an die Heimat den Willen zur Versöhnung, das Bekenntnis zur Demokratie und zur europäischen Einigung gestellt. An der Entwicklung Europas, so Dr. Lamers, hätten die Vertriebenen einen großen Anteil.
Dr. Lamers betonte, dass der europäische Dialog, gerade auch mit den osteuropäischen Nachbarn, fortgesetzt werden müsse, und er rief dazu auf, die Chancen des geeinten Europa zu nutzen.
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